Abrechnung mit der Fußbodenheizung

Viele Bauherren eines neuen Hauses, entscheiden sich für eine winter-587001_640Fußbodenheizung. Mittlerweile werden diese auch von Wand- und Deckenheizungen eingeholt. Doch wo liegen eigentlich die Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung? Schließlich kursieren viele Informationen über diese Heizungsvariante, von denen niemand so genau weiß, ob sie richtig, falsch oder halb-halb sind.

Kostenpunkt

Im Gegensatz zu vielen Gerüchten sind die Kosten nahezu identisch mit denen für eine Radiatorheizung. Dies bezieht sich sowohl auf die Material- als auch auf die Arbeitskosten. Der geringfügig höhere Preis wird auf die inbegriffene Dämmung der gesamten Anlage zurück geführt. Wer sich für eine Radiatorheizung entschieden hätte, würde diese Kosten in der Rechnung des Estrichlegers wieder finden.

Die im Estrich verlegten Heizrohre werden mit einer Lebensdauer von 40 – 50 Jahren veranschlagt. Die hohe Lebensdauer verdanken sie dem geringen Druck und niedrigen Temperaturen, mit denen sie betrieben werden. Wichtig ist, dass ein Material verwendet wird, in das kein Sauerstoff hineindiffundieren kann. Anderenfalls kommt es schon nach rund 2 Jahren zu einer Verschlammung der Rohre, was letztlich ein teurer Spaß wird. Schließlich muss bei einem Austausch der Rohre auch der gesamte Estrich hochgenommen und erneuert werden.

Unsichtbar

Ein großer Vorteil der Fußbodenheizung ist natürlich, dass sie nicht sichtbar, aber trotzdem sehr effektiv ist. Leider jedoch kann nicht jeder Fußbodenbelag auf den Estrich gebracht werden. So sind einige Laminate oder Parkette aufgrund ihrer eigenen Struktur nicht für diese Heizungsart geeignet. Ein weiterer Vorteil der Fußbodenheizung ist ihre hervorragende Effizienz. Durch ihren Einsatz können die Heizkosten dauerhaft gesenkt werden.

Dies liegt an der Tatsache, dass die Vorlauftemperatur bei einer Fußbodenheizung bei gut 40°C liegt, während die Radiatorheizung eine Temperatur von 50 – 60°C benötigt. Zudem ist der Behaglichkeitsfaktor erhöht, da die Wärme von unten nach oben steigt. Mit einer Radiatorheizung ergeben sich partielle Luftströmungen, die ein ungleiches Wärmegefühl vermitteln.

Und trotzdem

Die Radiatorheizung weist jedoch einen Vorteil auf, mit dem die Flächenheizung, speziell die Fußbodenheizung nicht konkurrieren kann: Sie reagieren schneller auf Einstellungsänderungen. Bei einer Fußbodenheizung ist mit einer Anpassungsphase von bis zu 2 Tagen zu rechnen. Stellt man eine Radiatorenheizung auf „voll“, so wird sie innerhalb kurzer Zeit die entsprechende Leistung spürbar erbringen.

Für die Fußbodenheizung hat dies zur Folge, dass etwa bei starker Sonneneinstrahlung im Winter, die Temperatur automatisch gedrosselt wird. Sinkt die Temperatur des Nachts aufgrund von Frost wieder, so dauert es erst wieder, bis sich die Heizung entsprechend eingependelt hat. Dies ist während Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst eine Herausforderung für so manchen Besitzer einer Fußbodenheizung.